
My grandmother’s Scarf That I Tore (2024)
Das Werk My grandmother’s Scarf That I Tore, erzählt von der Bedeutung eines Schals, der von der Großmutter der Künstlerin stammt und den sie versehentlich zerriss, als sie versuchte, ihn zu waschen. Dieses Ereignis führte zu einer Reflexion über familiäre Verbindungen, insbesondere die Vererbung von Merkmalen und Erfahrungen über Generationen von Frauen hinweg.
Krystyna Dul taucht tief in ihre Familiengeschichte ein, betont die Widerstandsfähigkeit und die Herausforderungen, denen ihre Vorfahren gegenüberstanden, und wie diese Erfahrungen nachfolgende Generationen geprägt haben. Dul‘s Arbeit ist ein Ausdruck des Wunsches, sich von negativen Mustern und Traumata zu befreien, sowohl für sich selbst als auch für ihre Tochter, symbolisiert durch den zerrissenen Schal, der zum Katalysator für Heilung und Transformation wird. Durch eine Reihe künstlerischer Unternehmungen, einschließlich Fotografie und Performance, erforscht die Künstlerin Themen der Befreiung, des Widerstands und des Ausdrucks, wobei der Schal als zentrales Motiv dient. Letztendlich dient der zerrissene Schal als symbolisches Portal zu einer neuen Dimension der Stärkung und Heilung für zukünftige Generationen von Frauen.

handlich (2024)
Das Projekt von Theresa Lawrenz, mit dem Titel handlich, taucht in die Bedeutung von Griffen und Halten ein, die in alltäglichen städtischen Umgebungen zu finden sind. Im Laufe des letzten Jahres hat die Künstlerin lose Griffe und Halten von verschiedenen Objekten wie Taschen, Fahrrädern und Regenschirmen gesammelt, fasziniert von ihrer Entkoppelung von ihrem ursprünglichen Zweck. Diese Griffe, einmal von ihren Behältern getrennt, repräsentieren eine greifbare Verbindung zwischen menschlicher Interaktion und den Objekten, die wir verwenden.
Die Sammlung von Griffen dient als Katalysator für die Erforschung der Beziehung zwischen Menschen und den Werkzeugen, die sie erschaffen. Inspiriert von Freuds Konzept des Menschen als „prothetische Götter“, die ständig Erweiterungen ihrer eigenen Körper erfinden, stellt die Künstlerin Fragen nach dem Verhältnis zwischen dem Halter und dem gehaltenen Objekt.
Während ihres Aufenthalts vertiefte sich die Künstlerin in diese Untersuchung, indem sie darüber nachdachte, wie die Griffe in neue Formen oder Körper integriert werden könnten. Dieser Prozess besteht darin, mit den Eigenschaften, Formen und Materialien der Griffe zu experimentieren.

Dimensionales Papier (2024)
Jeder Spaziergang bietet eine einzigartige Perspektive, beeinflusst vom Wetter und den eigenen Emotionen der Künstlerin. Von der Aufregung, die Stadt als Neuling zu erkunden, bis zur stillen Schönheit im Regen ist jeder Moment reich an Inspiration. Die Künstlerin achte auf die kleinsten Details – die Farben, die in den regennassen Straßen reflektiert werden, das Schwanken der Äste im Wind, die subtilen Verschiebungen von Licht und Schatten. Diese Erfahrungen werden in drei verschiedenen Kategorien von Kunstwerken übersetzt, von denen jede eine eigene Perspektive auf die Stadt bietet. Die kleinen Ausschnitte, die täglich mit der Schere hergestellt wurden, dienen als Momentaufnahmen der Eindrücke der Künstlerin. Die größeren Papierarbeiten erweitern diese Eindrücke, indem sie Schichten von Papier verwenden, um die Tiefe und Komplexität des Stadtbildes zu vermitteln. Indem die Oberflächen mit Pastellen oder Buntstiften bemalt und dann die Blätter geschnitten und geschichtet werden, schafft die Künstlerin ein Gefühl von Tiefe und Bewegung, das die dynamische Natur der Stadt selbst widerspiegelt. Die lang geschnittenen Papierinstallationen fügen dem Kunstwerk eine zeitliche Dimension hinzu. Während einer Zugreise erstellt, integrieren diese Stücke die vergehenden Stunden in den künstlerischen Prozess.

Tinte auf japanischem Tokudi-Papier,
Holz, Nylon, Magneten
Die Praxis von Yumi Takeuchi und Paul Hommage wurzelt tief in einer Verschmelzung von europäischem Humanismus und japanischer Philosophie und bietet eine einzigartige Perspektive auf unsere Beziehung zur Welt um uns herum. Sie tauchen in die kontrastierenden Ansätze des westlichen Denkens ein, das oft Menschen in eine Position der Überlegenheit über die Natur stellt, und der japanischen Philosophie, die die Verbundenheit und Harmonie mit der natürlichen Welt betont.
Ihre Totems dienen als visuelle Erzählungen, die konventionelle Grenzen überschreiten und die Grenzen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Sphären verwischen. Inspiriert von japanischen Volkserzählungen und der Symbolik der Wälder, zeigen sie eine Welt, in der sich verschiedene Elemente vereinen, und repräsentieren das komplexe Geflecht von Verbindungen zwischen Menschen und Natur. Die schwebenden blauen Monotypien laden die Betrachtenden ein, sich aktiv mit dem Kunstwerk zu beschäftigen, und ermutigen sie, ihre eigene Präsenz im Raum und ihre Beziehung zu den dargestellten Elementen zu reflektieren.
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